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21. Jun. 2015, 12:57 Uhr
News regio wil

Kapazität vor Allem - Regio Wil fordert Verbesserungen

Mehr Gedränge zur Hauptverkehrszeit, das befürchtet die Regio Wil aufgrund des neuen SBB-Fahrplans. Ab Dezember 2015 gibt es zwar den neuen Schnellzug "St.Galler Sprinter", der ohne Halt zwischen St.Gallen und Zürich verkehrt. So soll es mehr freie Sitzplätze in den anderen Zügen geben. Ob das der Region Wil wirklich nützt? Besonders am Morgen um 7 Uhr sind die Züge heute sehr voll. Ausreichende Kapazitäten und einen stabilen Fahrplan erachtet die Regio Wil als noch wichtiger als um Minuten schnellere Fahrzeiten. Denn der tägliche Kampf um einen Sitzplatz stresst.

Im Agglomerationsprogramm Wil nimmt der öffentliche Verkehr einen wichtigen Stellenwert ein. Verbesserungen können nur mit vernetzten Massnahmen erreicht werden. So arbeitet die Regio Wil konsequent darauf hin, dass Wohnen und Arbeiten in der Region selbst stattfinden können, beides muss attraktiv sein. Das entlastet die Verkehrsträger. Dennoch braucht es zuverlässige und qualitative Verbindungen nach St.Gallen und in den Raum Zürich.

Die Regio Wil erkennt auch die Vorzüge des neuen Konzepts. Der Fahrplan wird systematisiert und schrittweise in einen sauberen Takt gebracht. Das bringt wesentliche Vorteile, etwa für die Busverbindungen an den Bahnhöfen Wil und Uzwil. Diese Vorteile nützen hingegen wenig, wenn die Kapazitäten zu den Hauptverkehrszeiten nicht ausreichen. Nicht zufrieden ist die Regio Wil , dass die S35 neu nicht mehr im 30-Minuten-Takt verkehrt und den Bahnhof Sirnach nicht mehr bedient. Die Regio Wil hat sich zum Fahrplanentwurf vernehmen lassen. Sie hat zu ihren Forderungen auch Lösungsansätze unterbreitet. Diese Vorschläge stehen in klarem Bezug zum Agglomerationsprogramm und dessen Ziel, die Nachfrage-Zunahme im öffentlichen Verkehr zu bewältigen und mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Es ist nun an den kantonalen Ämtern in Thurgau und St. Gallen, mit den SBB auf die geforderten Verbesserungen hinzuwirken.

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